Archiv | Lesespaß RSS feed for this section

Wieder ein Koch-Wettbewerb

10 Okt

#WerbungdurchProduktbilder #unbezahlt

Hey zusammen,

ich bin auf FB in einer süßen Kochgruppe drin. Dort werden regelmäßig Wettbewerbe veranstaltet – eigentlich das ganze Jahr hindurch 🙂

Wir bekommen ein Thema vor, machen dazu was fertig – mit Entstehungsbildern – und reichen das ein. Bedingung: Alle Bilder dürfen vorher NIRGENDWO online gestellt werden.

Diesmal war das Thema: Deutschlandspezialitäten

Ich habe lange überlegt, was ich mache. Sogar der Gedanke nach Labskaus war da. Nur… ich denke das ist nicht so wirklich was für meine Monster 😉 Aber süßes geht bekanntlich ja immer 😀

Wir leben in Solingen, geboren bin ich in Wuppertal – also im Bergischen Land.
Ja, das ist wirklich eine eigene Region in Deutschland und hat nichts mit Bayern und Berge zu tun – obwohl es hier auch ganz schön… bergisch ist 😉

Als typisch bergisch kann man den eher morbiden Humor (zumindest hab ich diesen^^), die Herzlichkeit und die Waffeln nennen 😉

Und genau um diese geht es heute bei mir – aber nicht einfach nur Waffeln, die hatten wir hier auf dem Blog schon oft genug. Heute geht es um typisch bergisch: Die bergische Kaffeetafel

Ich möchte hier mal Wikipedia zitieren:

„Die Bergische Kaffeetafel ist eine traditionelle Speisenfolge im Bergischen Land.
Zu den Bestandteilen einer heute gereichten Bergischen Kaffeetafel gehören Rosinenstuten und Schwarzbrot oder Pumpernickel. Neben verschiedenen süßen Brotaufstrichen wie Honig und Zuckerrübensirup (ebenso von Apfel und Birne) wird auch gesüßter Milchreis und Quark angeboten, teilweise um Apfelkompott und Rote Grütze ergänzt. Dazu wird Butter, Zucker und Zimt gereicht. Der Kaffee wird typischerweise mit einer Kranenkanne (regional Dröppelminna bzw. -mina genannt) am Tisch eingeschenkt. Je nach Tradition und Epoche wird die Tafel um herzhafte Komponenten wie Eierspeisen, Wurst- und Fleischwaren ergänzt. Regional typische Kuchen und Gebäck (Waffeln, Brezeln, Krapfen, Bergischer Zwieback) werden in unterschiedlicher Zusammensetzung damit verbunden. Ob die Kaffeetafel ursprünglich ein eigenständiges Gericht war oder eine je nach Anlass und Finanzkraft des Gastgebers variierende Zusammenstellung von Einzelgerichten, ist nicht gesichert.“

„Die Kranenkanne, regional umgangssprachlich auch Dröppelmina (Bergisches Land, von Dröppel für Tropfen und Mina für Wilhelmine, die Hausdienerin), Dröppelminna (Nordwestdeutschland) oder Dreckpott (im Saterland) genannt, ist eine bauchige Kaffeekanne mit drei Füßen, später mit einem Fuß, und einem oder mehreren Zapfhähnen. Sie wurde aus verschiedenen Materialien hergestellt, am häufigsten aber aus Metall, vor allem aus Zinn. Um den Kaffee warm zu halten, wird unter die dreifüßige Kanne ein Stövchen gestellt. Aufgebrüht wird der Kaffee in einem anderen Gefäß.“

So, das war´s dann auch schon mit „Wissen to go“ für heute 😉 Habt Ihr Lust auf Bilder und Rezepte?

Was sehen wir?

Nun, zum einen natürlich die Dröppelmina 😉 Diese haben mein Mann und ich kurzfristig auf nem Flohmarkt günstig geschossen und ich musste sie für diesen Wettbewerb einfach haben ❤ Allerdings muss ich zugeben, dass der Kaffee aus unserem Vollautomaten stammt und wir ihn nicht aus der Mina getröpfelt haben 😉

Pumpernickel und Graubrot mit Wurst und Käse, sowie Butter – alles nur selbst gekauft 😉

Die Waffeln hab ich Euch schon weiter oben verlinkt – oder Ihr nutzt einfach die Suchfunktion hier auf dem Blog.

Sandkuchen – das Rezept ist von Siggi und hab ich auf einfach backen gefunden. Und ja, ich habe mich genau an das Rezept gehalten und bin froh drum. Da wurden echt Kindheitserinnerungen wach ❤ Ich muss gestehen, dass ich noch nie einen einfachen Sandkuchen gemacht habe und mich ernsthaft frage warum eigentlich nicht…?

Beim Rosinenstuten (der auch Rosinenblatz) habe ich das Rezept „Butterstuten“ von volkerpr auf Chefkoch genommen, Mengen halbiert, Trockenhefe statt frischer Hefe genommen und Rosinen mit reingehauen 😉

Milchreis ist nun wirklich sowas von easy: 250g Milchreis, 1Pck. VanillinZucker und 1l Milch aufkochen und unter rühren so lange köcheln lassen, bis der Reis schön weich und breiig ist. Mit Zimt & Zucker servieren.

Dazu dann easy KirschKompott: 1 Glas Sauerkirschen abtropfen lassen und die Flüssigkeit auffangen. Die Flüssigkeit mit ca. 15g Stärke, 1 EL Zucker und 1 Pck. VanillinZucker unter rühren aufkochen. Wenn Die Flüssigkeit andickt die Kirschen wieder dazu und umrühren – fertig.

Um eine vollständige Bergische Kaffeetafel zu sein fehlen mir allerdings ein paar Dinge… hab ich auf dem Foto vergessen bzw. auch vergessen einzukaufen:

Rübenkraut – Zuckerrübensirup. Den habe ich in der Küche stehen, aber vergessen mit auf´s Bild zu packen

Bergischer Zwieback. Den kann man nicht beschreiben, daher – ein Bild für Euch:

Bergischer Tafelzwieback
(c) & Quelle: Zwieback Manufaktur

Ich war auch am Überlegen die berühmten Burger Brezeln zu machen – nur das fand ich dann doch mehr als nur Übertrieben – wir sind schließlich nur zu viert und irgendwie sollte ja alles auch gegessen werden 😉

Wie immer war es mir ein Vergnügen an dem Wettbewerb teilzunehmen – der nächste ist schon in Arbeit 😉

Bis dahin wünsche ich Euch „Happy Halloween“ 😉 Und schreibt mir doch, wenn Ihr meine Rezepte und Ideen nachgemacht habt!

❤ Tina ❤

Andere Hobbies – 2

27 Jul

Fortsetzung / Ergänzung zu Andere Hobbies

Thorid Berge

Thorid weiß nichts mehr über ihre Kindheit. Vor Jahren strandete sie im Königreich Ascandor und wurde von Snikk und Dorian aufgenommen. Sie fand schnell ihre Berufung in der Pflege des Waldes und wurde vom Kahn Valnir zum hiesigen Förster ernannt. Noch heute trauert sie ihrem Wald und der besonderen Beziehung zu Valnir nach. Schon damals war sie eine stolze Frau und nahm kein Blatt vor den Mund – auch nicht ihrem Kahn gegenüber, was dieser sehr schätzte – sehr zum Vorteil, aber auch Nachteil, der kleinen Dorfgemeinschaft.

Doch schwere Zeiten brachen an und sie mussten das Königreich verlassen.

Gemeinsam gelangten Thorid und ihre beiden Kameraden auf die verhüllten Inseln. Sie suchten sich ein Stückchen Land und bauten mit Ruhe und viel Schweiß ihr herrliches Grünberg auf. Grünberg wurde durch Thorids Hand zu dem, was der Name aussagt: Grün – denn auch hier frönte sie ihrer Leidenschaft der Försterei.

Leider wurde ihnen wieder übel mitgespielt: Der Wald wurde von Barbaren niedergebrannt und nur knapp entkamen die Bewohner Grünbergs mit einem gewagten Sprung in die unbekannten Meere dem Tode.

Seit Tagen trieb sie auf dem Meer und hatte weder Raum noch Zeit im Blick. Ein Vogel landete auf ihr und erst so nahm sie Notiz vom Land. Ausgemergelt und erschöpft kämpfte Thorid sich mit letzter Kraft an den Strand. Auf alle Männer schimpfend, die ihr eh nur Unglück brachten, entdeckte sie in der Ferne ein wage bekanntes Gesicht: Dorian! und brach zusammen.

Nachdem sie dank Dorians Fürsorge wieder zu Kräften kam, schimpfte sie weiterhin auf alle Männer – nur Dorian musste sie aufgrund seiner Hilfe wohl oder übel in ihrer Nähe dulden… Dennoch wurde sie immer wieder von Männern „belästigt“, die mit ihr Handel treiben wollten – Handel, den auch Dorian hätte treiben können, der immer wieder auf wundersame Weise verschwand, wenn jemand kam…

Dann ein Lichtblitz – Thorid erwachte aus einem langen Fieber.

Verwirrt, nicht wissend, was real war und was Traum hörte sie Dorian zu. Er erzählte ihr, dass er sie nach dem Sprung ins Meer zunächst aus den Augen verlor, sie aber dann bewusstlos wieder fand. Sie muss sich beim Sprung den Kopf gestoßen haben. Nun waren sie in den Landen im Nirgendwo und seit Tagen versorgte er sie und versuchte sie vor dem Fieber-Tod zu bewahren. Erleichtert vernahm Thorid seine Worte – dieses ewig mürrische ihres Traumes war doch so gar nicht ihre Natur und viel zu anstrengend.

Nach ihrer Genesung versorgte Thorid wieder friedlich ihre Wälder und hat sich der liebevollen Tierzucht verschrieben. Stolz und zufrieden schritt sie täglich durch das mit Dorian aufgebaute Dorf, erfreute sich an den herrlichen Farben der verschiedenen Bäume, beobachtete die Tiere in ihrem Gehege und genoß die Ruhe in dem kleinen Park, den sie zum Überfluss angelegt hat. Gebete zu den Göttern rundeten ihren Tag ab. Sie war dankbar leben zu dürfen.

Monate später

Thorid schaut sehnsüchtig auf das Meer hinaus. Vielleicht ist es ja doch wieder an der Zeit zu reisen?

Die Wellen streichelten ihr vertraut über die nackten Füße im Sand… Seufzend stand sie auf und ging zurück an die Arbeit. Ihre geliebte Zucht musste versorgt werden…

Bei ihrer Rückkehr nahm sie Rauch wahr – Ihr Heim stand in Flammen. Schnell packten sie und Dorian alles ein, was sie greifen konnten, banden einen Teil ihrer Tiere an die Karren und flohen – in einen anderen Teil im Nirgendwo.

 

Dorian fand einen Ort – und eine Berufung. Sie wollten gemeinsam für die Menschen da sein. Helfen wo sie konnten: Nahrung, Werkzeug, Streitschlichtung. Sie bauten Broch Tuarach auf – ein kleines „Königshaus“. Ihr Leben verlief friedlich.

Doch dann kam ein Schrecken, gegen den niemand etwas ausrichten konnte: Feuer! Die Natur wehrte sich gegen alles – auch sich selbst. Die Inseln im Nirgendwo versanken in Feuer, Asche, Lava und Wasser.

Wieder mussten sie fliehen. Keine Zeit irgendetwas zu retten – nur ihre Haut.

Aus Trümmern schnürten sie sich auf den Meeren ein Floß zusammen. Irgendwie würden sie es schon schaffen. Was hatte sie nur den Göttern angetan, dass man sie so strafte? Oder waren sie einfach nur Spielzeuge?

Mit jedem Tag sank ihre Hoffnung. Würden sie jemals wieder Fuß auf sicheres Land setzen?

Endlich war es dann am Horizont zu sehen. Nur schwach, aber es war da. Neue Lebensgeister wurden in ihr geweckt und voller Tatendrang ruderten sie ihrer neuen Heimat entgegen.

Sie fanden ein gemütliches Fleckchen Grün in Flußnähe und fingen an… Freundlich, ein Ort zum Treffen und verweilen, ein Ort der Hilfsbereitschaft und Handelsbeziehungen – so der Plan und dieser gelang.

Ein streitlustiger Söldner, den sie doch um den Finger wickeln konnte, ein hilfsbereiter Christ, der doch mehr Krieg in den Adern hatte als man meinen wollte, ein junges Mädchen, was sich erstaunlich schnell entwickelte und doch hilflos blieb und das wichtigste: Eine Freundin.

Ein glückliches Leben führten sie dort in Grünberg in Kingsdoms.

Doch nach einiger Zeit… etwas stimmte nicht… Keine Menschenseele kam mehr zu ihnen. Die umliegenden Dörfer wirkten verlassen. Tiere liefen unversorgt durch die Ländereien. Was war hier los? Hatten die Götter ihre Hände im Spiel? Ließen sie die Menschen verschwinden? Oder hatten sie diese Ländereien verlassen und die Menschen folgten ihnen? Nur wohin?

Lange überlegten Dorian und sie… und waren wieder auf den Meeren.

Die Prüfung vor der Ankunft war hart. Sie verloren ihr Schiff, ihr Hab und Gut in den Riffen und Untiefen um die Inseln und betraten wieder nur in Lumpen gekleidet neues Land: Arkania.

Sie hatten schon zu viel durchgemacht, um sich von dieser Unwichtigkeit aufhalten zu lassen, also legten sie los.

Diesmal wollten sie den Göttern huldigen und errichteten ihnen zu ehren einen Wall in Grünberg in der Provinz Midorree. Die Arbeit war schwer und dauerte, doch sie waren nicht allein. Ein junges Mädchen, welches Thorid an ihre Freundin erinnerte, schloss sich ihnen an.

Sie kamen gut mit der Arbeit voran, Häuser entstanden, ein kleiner Park in der Mitte des Dorfes, Küche und Schmiede – es würde wunderschön werden. Doch es fühlte sich nicht richtig an. Das Mädchen, wesentlich jünger wie sie, schien einen Zauber auf Gäste zu wirken: Obwohl Thorid sich als Dorfvorsteher zu erkennen gab, so wurde sie ignoriert und jeder sprach nur mit dem Mädchen und brachte ihr Geschenke.

Auch Dorian fühlte sich nicht recht wohl und so packten sie einen Karren voll und suchten sich einen neuen Ort zum siedeln – ohne Missgunst im Herzen, dem Mädchen durchaus noch verbunden. In der Nachbarsprovinz Ulfsflyyte siedelten sie Nahe der Berge. Sie bekamen Unterstützung der Nachbarn und es schien alles gut zu werden. Coille Talamh – Wald Land – ein einfaches, bescheidenes Leben sollte es werden. Sollte… Menschen, die vorgaben Freunde zu sein, ernannten sich zu den Herrschern über die Provinz und veränderten sich. Das angeblich freundliche Wesen mutierte zu Arroganz. So kam es, dass Thorid angeklagt wurde: Hochverrat. Sie wurde verbannt – zu unrecht.

Dorian wurde verschont, doch auch er verließ Ulfsflytte und gemeinsam siedelten sie sich in der nördlichsten Provinz an, zu der sie gelangen konnten. In Berkshire gab es keinen Herrscher, hier waren freie Menschen. So hofften sie auf ein freies Leben. Fern von aller Politik, im Wald und doch am Meer. In Mil Ubhal – Honig Apfel – fand Thorid eine Leidenschaft in der Imkerei – und einen Krieger, der ihr den Hof machte. Doch schnell stellte sich heraus, dass er nur ein Schürzenjäger war. Dennoch war sein Tun nicht unnütz, sondern der der Schubs, den Dorian brauchte. Mitten bei der Arbeit kam er zu Thorid und entschied, dass sie die seine war. Sie protestierte nicht, so war es beschlossen.

Gerne hätten sie dies gefeiert, mit einer ordentlichen Zeremonie, Met und Musik. Doch ihre Suche nach einem Druiden war vergeblich. Auch änderte sich die politische Situation schlagartig: Berkshire wurde dem christlichen Fürsten der Provinz Dunmore zur Verwaltung unterstellt und die Gesetze dort…  Nein, so konnten sie ihre Verbindung nicht eingehen.

So gingen sie wieder auf die Reise – ein neues Land, ein neues Leben. Irgendwann würden sie glücklich werden…