Andere Hobbies – 3

31 Dez

Hey zusammen,

wie Ihr wisst, spiele ich gerne. Online Rollenspiel 😉 Besonders „Life is feudal – Your Own“ bietet einem viel Raum zum Spielen. Ein wenig habe ich Euch bereits in Form von Bildern und Geschichte nahe gebracht.

Die folgenden Abschnitte sind Texte, die mein Mann und ich im Rahmen des Rollenspiels in unseren Server-Discord gepostet haben. Kleine Texte, die unser Leben im Spiel ergänzen und / oder beschreiben. Ich weiß, dass es für jemanden, der dieses Spiel nicht kennt und ganz besonders auch unsere Charaktere und Rollen nicht kennt, ein wenig schwierig ist zu folgen oder allg. zu verstehen, worum es überhaupt geht. Dennoch möchte ich Euch diese Texte nicht vorenthalten – auch weil sie einen Teil von Thorids Geschichte sind, die ich Euch bereits HIER und HIER erzählte.

Seht die Texte einfach als begleitende Tagebucheinträge 😉


Dorian Berge 26.09.2019

Es brodelte in Dorian. Seit Stunden war er unterwegs, um irgendein Tier zu jagen. Doch das einzige, was er die ganze Zeit sah, war der Arsch des Elches, welcher seine Kutsche zog. Der Wetter Gott lachte Tränen, über das Ungeschick, was Dorian hatte. Zumindest glaubte er es, denn seit Stunden regnete es und die durchnässte Kleidung tat sein übriges zu seiner Laune. „Endlich aus dem Wald heraus. “ brummte es aus ihm heraus, als er den Wald hinter sich lassen konnte und nur noch Strand und Meer vor sich sah. Es war das schattenhafte Gebilde, was seine Aufmerksamkeit erregte, als er über die freie Ebene des Strandes schaute. Dorian stutze kurz, gab aber dann dem Elch zu verstehen, dass er auf das Schemenhafte in der Ferne zusteuern solle. Je näher sich das Gespann auf das Gebilde hin bewegte, um so mehr konnte er die Überreste eines Langbootes erkennen. Es war ein großes Langboot. Leider nahm der desolate Zustand des Bootes, jede Hoffnung es noch einmal nutzen zu können. Obwohl der Kutscher kurz stutze, bewegte er sich auf das Boot zu und betrat es. Er machte sich daran das Schiff zu untersuchen, doch es gab nichts zu bergen. Ein langes seufzen entglitt seinen Lippen und er war im Begriff das Schiff wieder zu verlassen, als er plötzlich stolperte und eine unsanfte Landung im Sand machte. Lauthals fluchte er über das Missgeschick als er wieder aufstand und sich den Sand von der Kleidung klopfte.
Dann entdeckte er die versteckte Kiste im Sand. Schnell machte sich daran die Kiste ans Licht zu befördern und zu öffnen. Es offenbarte sich ein kleiner Schatz in Form einer Kopfbedeckung, Apfelschnaps und Ale. Das erste Mal seit Stunden lachte er lauthals auf. Die Götter und ihre Spiele. Er schnappte sich die Kiste und lud sie auf die Kutsche. Es war der Blick aufs Meer und die Ruine, der ihn etwas melancholisch werden lies. Ohne zu zögern nahm er 2 Flaschen Ale und ging zum Schiff. Er fingerte die Korken von der Flasche und begann ein „Auf die gefallenen Seeleute“ zu grölen und schüttete eine Flasche auf die Planken des Schiffes. Aus der zweiten nahm er einen kräftigen Schluck, prostete dem Schiff noch einmal zu und machte sich wieder zufrieden auf seine Wege.

Dorian Berge 01.11.2019

Die Nachrichten aus Dalvik ließen Dorian nicht gerade vor Begeisterung jubeln. Er kaute wie immer auf der Unterlippe. Das machte er immer, wenn er nachdachte und blickte dabei zu Thorid, die vergnügt die Bienenstöcke herrichtete für die Königinnen. Wie sollte er es ihr sagen, dass wieder eine Gefahr das Land bedroht. Raubritter … Wieder musste Schutz her, wieder eine Feste, welche die Natur verschandelte. Kallente wird sich nicht begeistert zeigen und Thorid erst Recht nicht. Es war nur ein schwacher Trost, dass die Jarl ihnen zum Festungsbau mehr Land gab. Doch würde es reichen … Er löste die Urkunde vom Gürtel, blickte nochmal drauf und ging langsam zu Thorid um ihr von allem zu Berichten.

Thorid Berge 03.11.2019

Seufzend nimmt sie sich der Arbeit an. Die ganze Siedlung musste umgebaut werden, ihre geliebten Bäume gefällt, die Tiere in andere Bereiche – alles neu – schon wieder… Was hatte sich dieser Tölpel nur dabei gedacht? Raubritter? Sie schnaubte verächtlich… Wieder ein Herrscher, der sie beschützen wolle, wieder eine Gefahr, eine Bedrohung für ihr Leben. War sie nicht mittlerweile zu alt dafür? Kinder konnte sie nicht bekommen – was also sollten Fremde von ihr wollen? Diese Feste – sie spie angewidert aus – ein hässlicher Klotz wo einst ihre Tiere glücklich gedeihten. Jetzt stehen die armen dicht gedrängt an den Lagerhäusern und warteten auf ihre neuen Stätten. Nur wie? Wie sollte sie diese Abscheulichkeit wieder schön bekommen? Sich wieder wohl fühlen? Doch all das Jammern nutzte nichts – „Kallente hilf“ ihr kurzes Gebet und in die Hände gespuckt – der Frühling ist kurz und die Acker müssen wieder hergerichtet werden.

Thorid Berge 14.11.2019

Endlich waren sie ein ganzes Stück weiter gekommen… Ein Rückzugsort, die Küche und ihre geliebten Bienen – all dies stand… Doch Glücklich war sie nicht. Der Thing verlief seltsam. Snikk benahm sich unmöglich, die Aufteilung der Länder… Verständlich doch unlogisch… Könnten sie wirklich von Dalvik beschützt werden? Sie sah dies nicht so. Doch keine Zeit zum Grübeln. Kallente wird nicht erfreut sein über die Baumaßnahmen, die sie getätigt hatten. Hoffentlich konnten die Altäre zur Beschwichtigung beitragen. Sie gaben ihr bestes. Vielleicht, wenn alles steht, vielleicht wird es ja doch gut. Der Winter wird bald kommen und Dorian würde endlich wieder Jagen gehen können. Sie merkte mit jedem Tag wie sehr ihm das Durchstreifen der Wälder fehlte. Doch sie konnte ihn nicht ziehen lassen. Zu sehr benötigte sie noch seine Fähigkeiten. Müde rieb sie ihre Hände. Hände, die ihr stets gute Dienste leisteten, aber nicht in der Lage waren Gebäude aufzubauen. Schaufel, Axt und Messer waren schon immer ihre Werkzeuge. Und die Tiere ihr Herz. Seufzend schaute sie auf die angedachten Ställe – wenn doch nur schon alles fertig wäre…

Thorid Berge 02.12.2019

Betrübt schaut sie auf ihre Ställe. Wenn der Winter nicht bald etwas milder werden würde, hat sie ein Problem. Der Einbruch kam einfach viel zu früh. Ihre letzte Ernte war weg gefroren. Das neue Haus stand immer noch nicht und lange würde Dorian es sich nicht mehr gefallen lassen unter dem zugigen Baldachin schlafen zu müssen, weil im Lagerhaus zu wenig Platz war. Seufzend schaut sie sich um, wo kann sie Platz schaffen, dass sie endlich wieder ihr Bett teilen konnten? Doch nur in der Schneiderei – diesem Handwerk war wegen Materialmangel gerade eh nicht bei zu kommen. Würde der wuchtige Webstuhl noch ins Felllager passen? Oder muss sie ihn doch im Schnee vergammeln lassen? Traurig begutachtet sie ihre Bienenstöcke. Bis auf eine Königin hat sie wohl alle verloren… Schnell schiebt sie diese Gedanken beiseite. Die Bienen sind nur ein lukrativer Zeitvertreib, doch ihre Viecher brauchen gerade mehr ihre Aufmerksamkeit. Dorian kann warten – doch was soll sie mit Pferd und Kuh machen? Würden die Vorräte für alle Tiere reichen? Oder muss sie Notschlachtungen vornehmen, um wenigstens ein paar retten zu können? Seufzend streift sie durch die Siedlung und wägt die Möglichkeiten ab. „Wenn ich hier noch das weg räume, dann passen dort die hin, dort dann das und drüben…“ grübelnd beginnt sie ihr Werk.

Thorid Berge 04.12.2019

Sie sitzt auf dem Bett und starrt auf ihr Messer. Die Holzscheite könnte sie für Kleidung und Schutz für ihre Tiere verarbeiten, doch das würde sie in der Nacht auch nicht richtig warm halten. Wenn der Winter wie von Aesa vorausgesagt ewig dauern würde, dann würden sie sterben – mangels Nahrung, mangels Wärme. Es musste was getan werden. Elin war Tod – diese Nachricht ein Schock. Ein neuer Herrscher, der sie wohl vergessen hatte… Keine Kunde traf bei ihnen ein, niemand war zu sehen – auch nicht mehr die versprochenen Patroullien. Der Berger Hof und Asenheim – auf sich allein gestellt. Lange hatte sie mit Dorian nach Aesas Besuch gesprochen. Er wollte nicht mehr in die Politik, wollte sich aus diesen Geschicken heraushalten und endlich seinen wohlverdienten Frieden leben. Sie kann ihn nur zu gut verstehen – zu lange waren sie Spielball und Zeitvertreib der Herrschenden gewesen. „Sei uns wohlgesonnen, so sind auch wir Dir wohlgesonnen“ – So! wollten sie leben – dies schworen sie sich bei ihrer letzten Reise und ihrer Vermählung auf See – und jetzt mussten sie diesen Schwur brechen. Dorian kann immernoch nicht verstehen, warum sie so reagiert. Warum sie ihn zu einer Entscheidung drängt. Wie könne er auch? Er ist nicht mit den Alten aufgewachsen, er hat nicht erlebt, wozu weise Frauen im Stande sind. Aber er bemüht sich – dafür sind sie lang genug zusammen. Aesa hat ihn nach Dalvik geschickt – zum neuen Herrscher, wieder jemand schwaches in ihren Augen. Elin war ein Kind, doch wer sitzt nun in Dalvik? Einen Schwur hatten sie nie geleistet – nur Elin Unterstützung angeboten – doch sie ward nicht mehr. Pan – Aesa sprach von Wolfstal – und von Gefahr.

Sie waren Pan & Silfa mit dem Herzen verbunden – doch hat sie nicht selbst Elin und Silfa vorgeworfen, dass solche Bündnisse entzweien können? Dennoch sagt ihr Bauch, dass sie nach Wolfstal gehen sollten. Dieser verdammte Berg im Land – vielleicht, wenn dieser nicht wäre, aber so… „Dorian! Ich gehe nach Wolfstal“ ihr Entschluss steht fest.

Thorid Berge 07.12.2019

Sie sattelt ihr Pferd und will sich auf den Weg machen, doch Dorian steht ihr im Weg. „Nicht heute!“ Missgestimmt steigt sie wieder ab. „Du sollst nicht immer Handeln und dann denken“ sagt er milde. Übel gelaunt geht sie Holz hacken und grübelt, als die Glocke am Eingang tönt. Reiter – Fremde. Erst wochenlang niemand und dann in kurzer Zeit… Misstrauisch hört sie die Worte – ein neuer Jarl, Kadlin als Nachfolger von Elin. Wie eine junge Frau, wieder schwanger, wieder überfordert… Was ist das nur in diesen Landen, dass Schwangere auf den Herrscherstuhl gesetzt werden? Egal welche Frau in Umständen sie traf – keine von ihnen war in der Lage vernünftige und ruhige Entscheidungen und Unterhaltungen zu führen. Da ist ja selbst ein Mann zu mehr in der Lage… Elin soll versehentlich getötet worden sein – Wer´s glaubt! Was glaubt dieses Kind eigentlich, wer sie ist mit Lügen durch die Lande reiten zu dürfen? Und dann erst ihre Schoßhunde – PAH! Übergabe an die Götter in kleinster Runde.. Warum, wenn nicht um ein Verbrechen zu verdecken? Warum durften die Bürger des Landes keinen Abschied nehmen? Elin wart überall gern gesehen – zumindest nach ihrem Wissen. Und dann diese Heimlichkrämerei? Niemals! Nicht mit ihr! In ihr kocht es. Jetzt sollte sich ihr besser niemand in den Weg stellen. Selbst Dorian nimmt Abstand von ihr. Sie sattelt ihren alten Freund und reitet los – ohne Sinn, ohne Ziel. Sie braucht den Wind in den Haaren und den Regen im Gesicht – wenn es doch nur regnen würde… Wie sie zurück kommt empfängt DOrian sie: „Wir haben einen – hust – unbekannten Gönner“ und zeigt auf den Wagen. „K“ steht auf der Note – ihr ernst? Entnervt verdreht sie die Augen und verstaut betrübt die Tiere in den Ställen „Ich hoffe ich werde Euch versorgen können“ – zumindest hungern müssten Dorian und sie nicht und sie konnte sich komplett der Wärme widmen. Feuerholz – ihre oberste Aufgabe.

Thorid Berge 07.12.2019

Müde streift sie durch´s Dorf und stolpert über eine Kiste. Daneben ein geschmücktes Bäumchen. Ungläubig reibt sie ihre Augen und schaut sich um – zu sehen ist nichts und niemand – auch keine Spuren im Schnee. Erlauben sich die Götter einen Scherz oder ist dies ein Segen, ein gutes Zeichen von Kallente? Sie beschliesst es als Segen anzunehmen und dank den Göttern für dieses Geschenk. Bleibt nur zu hoffen, dass der Winter bald enden möge.

Thorid Berge 08.12.2019

Unruhig geht sie durch´s Dorf. „Aesa… es muss was getan werden… Kadlin… doch wie?… Toran… was hat er vor?… Pan… auf Reisen… Silfa?… sie scheinen nichts zu wissen… wer?…“ Ihre Gedanken drehen sich immer wieder im Kreis. Wo anfangen? Wenn doch nur die Götter ein Zeichen schicken würden… Was sagte sie noch gleich? Die Nordmänner müssen zusammen arbeiten – für die Götter, gegen die Andersgläubigen. Doch an einen Krieg konnte und wollte Thorid nicht glauben – es musste auch anders gehen. Ein Zeichen setzen: Bis hier und nicht weiter! Ihr seid nur geduldet! Unseren Göttern gehören diese Inseln!

Thorid Berge 11.12.2019

Mühselig ist die Arbeit im Winter. Aber sie musste getan werden. Holz, Holz, Holz – Ihre Arme taten selbstständig ihr Werk – Fällen, graben, pflanzen. Der Boden ist hart, so hart, dass sie eine Spitzhake zu Hilfe nehmen muss. Doch die Arbeit tat ihr gut. Ihr Temperament konnte so wenigstens gezügelt werden. Doch ihr Kopf… Wenn sie ihn doch nur einfach ausschalten könnte… Sie betet jeden Tag: Bitte lasst den Winter enden. Bitte lasst die Bäume gedeihen. Aesas Worte gehen ihr nicht aus dem Sinn. Ein Opfer musste gebracht werden. Ein Zeichen musste gesetzt werden. Die Nordmänner müssen sich vereinen. Verschnaufend schaut sie gen Westen. Ist Dalvik stark genug? Den Göttern muss gehuldigt werden… Die Christen hatten ein Gebäude für sowas… Grübelnd steht sie in der Kälte… Ein Zeichen… Ein Opfer… groß… Gebäude… Zeichen… Opfer… vereint… alle Nordmänner… Ihr Kopf schmerzt von den Gedanken. Sie muss weiter arbeiten, durfte nicht zu lange stehen, sonst würde sie sterben. Groß… Gebäude… Zeichen… Opfer… vereint… alle Nordmänner…

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