BloggerParade – Papitagsfreuden

17 Mai

Hey zusammen,

wir haben wieder eine Parade am Start – diesmal geht es um den Papitag 😉

Ich muss gestehen, dass ich mit diesem „Feiertag“ so gar nichts anfangen kann… Muttertag auch nicht wirklich, aber ich freue mich, wenn meine beiden Monster morgens auf mich zu gerast kommen und „Herzlichen Glückwunsch zum Muttertag“ brüllen und mich umarmen 😀 – aber seien wir mal ehrlich: Wir freuen uns über jede Umarmung unserer Kinder 😉 Die bekomme ich nämlich zum Glück auch noch, wenn es kein Muttertag ist 😉

Aber kommen wir zurück zum Thema – heute geht es um die Väter:
Ich hatte keinen – mein Samenspender ist abgehau´n, also so das klassische Bild eines Vaters der 80er… und bevor ich nun ganz böse werde und über Männer im allgemeinen usw… Ich glaub ich überlasse da dann doch lieber das Wort meinem Mann – der ist ja schliesslich Papa 😉

Die Hohe Kunst des Vater seins…

Das erste meiner Wunder habe ich mit 22 bekommen. Damals sah alles Super aus, ich hatte einen guten Job und eine Frau, die ich liebte. Leider kam alles anders. Nach etwa einem Jahr war die Beziehung zu Ende und ich wurde Alleinerziehender Vater. Heute weiss ich, dass die Fehler auf beiden Seiten lagen. Wir waren jung und wussten es einfach nicht besser. Folgend entstand ein 7jähriges Alleine sein, ohne eine richtige Partnerin. Mit 30 kam dann Wunder Nummer 2 mit meiner jetzigen Frau und wir leben glücklich und zufrieden seit über 9 Jahre.

Das bedeutet der Vatertag also für mich: Rein gar nichts. Ich erkenne den Sinn nicht mit einem Bollerwagen durch die Stadt zu gehen, mit laut gröllender Musik und Spirituosen in der Hand. Ich seh auch nicht ein das Fest auf einer anderen Art zu feiern.

Ich persönlich wollte Vater werden, weil ich nie einen hatte. Ich hatte Vorstellungen und Gedanken, was ein Vater ist. Also traf es sich damals gut, dass ich mit meiner bis dahin längsten Beziehung das Familien Ding durch ziehen konnte.

Mann war damals noch gut im Saft und so wurde meine damalige Partnerin sehr schnell schwanger. Mann hatte ja dann noch 9 Monate Zeit, alles zu planen und herzurichten. Leider lief nichts richtig. Damals war ich noch beim Bund und war eigentlich kaum zu Hause, weil ich außerhalb meines Wohnortes stationiert war. Außer Telefonate und alle 2 Wochen zu Hause, habe ich nichts von der Schwangerschaft mitbekommen. Dazu kamen noch diverse Schwangerschaftkrankheiten. Also waren die 9 Monate schnell rum und nichts stand. Wir mussten noch umziehen und standen dann plötzlich da. Neue Wohnung, nicht wirklich was vorhanden und da war es. Das kleine Mädchen, aus Egoismus und falschen Vorstellungen auf die Welt gebracht. Wir waren überfordert, aber haben es trotzdem irgendwie geschafft, leider die Beziehung nicht. Also stand ich da, ich wusste wie ich diesen kleinen Mensch versorgen konnte, das war es aber auch. Ich musste plötzlich mehr machen, Behördengänge, Arztbesuche, Kindergarten und Schule organisieren, Sportverein bringen. Und das als Vater, wo die Tochter nicht mal den selben Nachnamen hatte. Es gab viele komische Blicke und seltsame Fragen. Dank meiner Mutter und meiner Ex habe ich dann die ersten 8 Jahre dann doch irgendwie geschafft. Mit 8 ist sie dann zu ihrer Mutter gezogen. Es gab einige Unstimmigkeiten und es war einfach die beste Lösung. Ich kann euch berichten: sie wird dieses Jahr 17 und macht eine Schulische Ausbildung als Biologisch-Technische Assistentin. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich mir auch nicht zugetraut hatte, sie durch die Pupertät zu begleiten und bei ihrer Mutter und ihrer Halb-Schwester, war sie einfach besser aufgehoben.

Mini-Me Nummer 2 wurde ein Junge und die ganzen Fehler, die ich bei meiner Tochter gemacht habe, konnte ich bei Nummer 2 verhindern, trotzdem habe ich wieder viele andere Fehler gemacht. Ich weiss auch nicht wieso man nicht eine Gebrauchsanweisung für seine Kinder bekommt. Er ist eine Lausebengel wie es im Buche steht und man bekommt oft das Bedürfnis einen auf Homer S. zu machen.

Jetzt könnte der geneigte Leser natürlich fragen, wieso gabs ein Zweites, wenn es beim ersten schon so Probleme gab. Neue Partnerin, Familie gründen bla blubb. 😀

Was bedeutet es denn ein Vater zu sein: Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich weiss nur ich habe da etwas in der Wohnung rumlaufen, das mir ähnlich sieht, diveres Charakterzüge von mir hat und irgendwie den ganzen Tag versorgt und bespasst werden will. Was dafür sorgt das Mann graue Haare bekommt, sich einige Nächte um die Ohren schlagen muss, weil´s mal wieder ein Albtraum, Überfressen oder Krank ist. Was einen verprügelt, wenn es sauer ist oder einen anschreit, weil der Tag schlecht lief. Das seine ganze Sachen in der Wohnung verteilt und es nicht einsieht, irgendwas weg zu räumen. usw. usw. usw. Dazu dann noch der Kampf mit den tollen Freunden, die im Tagestakt wechseln. Mit Menschen aus sozialen Berufen, mit den man sich rumprügel muss, weil das Kind nicht nach der Norm läuft. Der ewige Kampf bei Ausflügen und beim Einkaufen, wo es alles haben will, aber nur des Habens wegen. Jeden Tag neue Marotten die es sich einfallen lässt, um die Eltern in den Wahnsinn zu treiben. [Anmerk. d. Red.: Natürlich ist Mann damit nicht alleine!]

Doch soll ich euch was sagen, es ist einfach eine geile Zeit, trotz der ganzen Schwierigkeiten bin ich so stolz auf meine beiden Wunder, auch wenn ich im Minutentakt überlegen muss: Kind an die Wand schmeissen oder Highfive machen.

Was ich noch dazu sagen sollte, geniesst die Zeit mit euren Kindern, denn sie sind schneller aus dem Haus als Mann schauen kann.

Also macht in meinen Augen Vatertag Sinn? Ein ganz klares „Nein“ von mir. Mann sollte jeden Tag Vatertag feiern und zwar mit seinen Kindern.

Mit dabei sind diesmal:
15.05. – Jörn
16.05. – Annette
17.05. – Tina
18.05. – Perdita

Hinweis: Die Links funktionieren erst am Erscheinungstag ab 8.00h 😉

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4 Antworten to “BloggerParade – Papitagsfreuden”

  1. nettie 17. Mai 2017 um 10:02 #

    Gut gebrüllt Löwe 🙂

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