Adventskalender – Türchen 8

8 Dez

Kekse

Nun versuche ich mich als mal als Gastblogger. Schon irgendwie spannend, mal sehen was dabei heraus kommt. Danke an Tina und ihr Vertrauen in meine Kunst.

Das Rezept das ich mit Euch teilen will, begleitet mich, zumindest in originaler Version, mein ganzes Leben. Als ich noch klein war, also kurz nach dem die Dinos ausgestorben sind, habe ich, wie fast alle Kinder, mit meiner Mutter zum Advent Kekse gebacken. Und wie alle Kinder war ich mega stolz auf mein Werk. Und natürlich habe ich diese Kekse immer voller stolz meinem Vater präsentiert. Alle samt mit Liebe ausgestochen und großzügig mit Glasur verziert (ok, ertränkt). Und jedes Jahr, wirklich JEDES Jahr, kam von meinem Vater die Frage: “Und wo sind meine Kekse mit Marmelade?” Also haben wir diese dann auch noch gebacken. Da man sich nicht so schön verzieren konnte (ertränken) hatte ich natürlich keine große Lust sie zu machen. Außerdem schmeckten sie mir überhaupt nicht! Und jeder, der zu Besuch kam, liebte diese blöden Kekse und hat sie gegessen, meine wurden erst genommen, nachdem die anderen weg waren. Eine Katastrophe!!

Nachdem ich ausgezogen war und mein Vater inzwischen verstorben ist, hatte ich diese Kekse erfolgreich verdrängt. Dann bin ich mit meiner besseren Hälfte zusammen gekommen, es nahte das erste gemeinsame Weihnachtsfest und ich stand in der Küche und habe mit Hingabe Plätzchen gebacken. Es waren eine Menge Plätzchen, da ich ja nicht wußte welche Sorte er mag. Ich habe mich gefühlt durchs ganze Internet gebacken und meinem Schatz dann am 1. Advent meine gesamten Werke präsentiert (6 Keksdosen voll). Und er sagte das einzige, womit ich nicht gerechnet habe: “Hast du auch welche mit Marmelade?” Autsch! Da waren sie wieder, diese Kekse! Ich habe sie ihm dann gebacken und natürlich waren die zuerst weg.

Oh wie ich diese Kekse gehasst habe!!! Jedes Jahr kam dann wieder die Frage nach diesen Keksen und jedes Jahr habe ich sie Zähne knirschend gebacken. Dieses Jahr war es dann zuviel. Ich habe mir das Rezept vorgenommen und es ordentlich gepimpt und es ins 21. Jahrhundert befördert. Mit dem Ergebnis das er die Kekse immer noch bevorzugt, aber ich sie inzwischen auch mag. Ja, nach all den Jahren schmecken sie mir. Und auch mein Sohn sagte zu den Keksen: “Gar nicht mal so schlecht, kann man echt essen!” Das ist für einen Keks ohne jede Spur von Schokolade, von einem 4 jährigen, die höchste Auszeichnung 😀

Wer nun neugierig ist, hier nun die moderne und von meinem Sohn genehmigte Version :

  • 10 EL Mehl
  • 3 EL Zucker
  • 4 Päckchen Vanille Zucker
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Tüte Vanille Puddingpulver, zum Kochen
  • 150 g weiche Butter
  • 2 Eigelb (Größe M)

Die trockenen Zutaten vermischen. Dann die Butter mit dem Ei vermischen und den Rest hinzu geben. Alles gut durchkneten. Den fertigen Teig zu Kugeln formen und mit dem Finger ein Loch hinein stechen. Die Löcher dann mit Marmelade füllen. Ruhig richtig voll machen. Dann das ganze bei 180 Grad Ober/Unterhitze 15-20 Minuten backen.

Ganz einfach und simpel, aber sooooo lecker.

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht Euch,
Heike

Anmerkung der Redaktion:

Heike ist ein ur, ur, uralte Schulfreundin – damals meine beste Freundin. Wie das Leben so spielt, haben wir uns einige Zeit aus den Augen verloren und nun wieder gefunden 🙂 ❤ Damals waren wir „Das-Dynamische-Duo“ und haben so ziemlich jeden Busfahrer in Wuppertal zur Verzweiflung gebracht und meinen ältesten Neffen auf die urigsten Art und Weisen in Schwebebahn und Bus verfrachtet 😀

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