Hommage an Tina B.

30 Jan

Hey zusammen,

ich weiss, der Titel ist 1. ziemlich übertrieben und 2. ziemlich irreführend 😉

Dennoch find ich ihn sehr passend 😀

Aber ich versuch mal zu ordnen (* hust *):

Tina B.:

  • mein Lieblingsgroupie  
  • bekloppte Gildenleitung in WoW [da lernten wir uns auch vor bestimmt sooo hundert Jahren kennen]
  • durchgeknallt wie ich * kiss *
  • sie wird wohl die erste (und einzige) Verfolgerin von mir sein, die so ziemlich 100% meiner Rezepte nach machen wird 😀
  • kaum ein Beitrag ist sicher vor ihr 😉
  • und und und

Persönlich getroffen haben wir uns leider noch nicht – aber wenn eine von uns mal im Lotto gewinnen sollte oder sonst wie Langeweile und zu viel Geld (* hust *) haben sollte, kommt das noch [ja, das ist eine Drohung meine Liebe 😉]

Fleissige Leser meines Blogges wissen, dass Tina schon ein paar mal bei mir gebloggt hat, auch wenn sie selbst keine aktive Bloggerin ist. Ansonsten spamt sie ihre Freundesliste auf FB mit ihren Leckereien zu und hat sichtlich Freude daran allen den Mund wässrig zu machen 😉

UND sie kommt eigentlich aus Dresden – Dunkeldeutschland, wie im „Westen“ gern mal gesagt wird 😉

Und bevor ich wusste, dass sie aus Dresden stammt – legte ich mir das „DDR Backbuch“ vom Komet Verlag (ISBN 978-3-89836-543-7) zu.

Tina schrie direkt auf: WAAAHHH – GEIL!Häää?Na, ich komm doch aus Dresden 😉Ahhh!

Nachdem ich Euch so schön mit Eierlikör zugequatscht habe, hat sie mich dann gefragt: Wann machste eigentlich was aus dem DDR-Buch?

Tja, und heute hab ich mir dann mal dat Dingens in die Fingers genommen und geblättert 😉

Ich muss sagen, dass ich das Buch „blind“ gekauft habe – es war kein offenes Exemplar zum durchblättern vorhanden, aber irgendwie machte mich die 80er(?)-Jahre-Aufmachung des Bandes und der Text auf der Rückseite neugierig:

DDR Backbuch
„Gee Schälchen Heeßen ohne a Sticken Guchen“ – folgen Sie den Autoren auf einer kulinarischen Entdeckungsreise durch die Backstuben der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Kenntnisreiche Artikel und zahlreiche Bilddokumente zu verschiedenen Themen rund um die Backkultur des Ostens informieren üer die allgemeine Versorgungslage und kreative Lösungen bei so manchem Versorgungsengpass. […]

Dies ist nur der halbe Text – und nur der ist Interessant für mich gewesen: Wie mache ich was Leckeres, wenn die Zutaten, die für uns absolut selbstverständlich sind, nicht zu bekommen sind?

Und genau darum kreist sich das wirklich umfangreiche Vorwort! So beginnen die eigentlichen Rezepte (die so gesehen recht unspektakulär sind) erst auf Seite 34… 😉

Wusstet Ihr, dass man mit Kartoffeln „Marzipan“ herstellen kann? Oder Bucheckern ein Bittermandelersatz sind? Oder man aus Milch und Butter mit Eigelb „Sahne“ machen kann? Oder dass man einen Kuchen nicht gleich wegwerfen muss, blos weil er „etwas“ dunkel geworden ist: Dunkle Stellen abschneiden, Kuchen auf den Kopf drehen und mit Guss oder Creme überziehen und er ist wieder wunderbar ansehnlich 😉
Oder könnt Ihr Euch Zitronat aus grünen Tomaten vorstellen? Oder dass Ihr Mehl durch Kartoffeln oder Quark ersetzt?

Aber nicht nur solche ungewöhlichen Tips sind enthalten – wir lernen auch ein Stück Geschichte kennen: Die von der Regierung gewünschte Stellung der Frau in der Bevölkerung bzw. im Arbeitsleben (heute: Frauenquote) – wo das Bild einer am herdstehenden Mutter, die Leckereien zaubert so gar nicht passte und die Realität – wo das „Steckenpferd Backen“ einfach nicht aus den Köpfen der allg. Bevölkerung zu bekommen war.

Für die Jüngeren unter uns:
Steckenpferd = Hobby 😉

Enthalten ist auch eine kleine „Erfolgsgeschichte aus Halle an der Saale„, Geschichte eines „Traditionsgebäckes, das Salzwedel berühmt gemacht hat“ und eine Geschichte über „ein Produkt mit Kulturstatus

Allein schon deshalb hat sich die Anschaffung für mich gelohnt 😉

Während ich heute das Buch so durchblätterte – versuchte mir Rezepte herauszusuchen, die ich nachmachen will – kam nur zur Hälfte und hatte schon keine Ahnung wieviel Zettel darin verteilt… * rolleyes * – so viel können wir gar nicht essen 😉 – Ich versuchte mir vorzustellen, wie man die versch. Zutaten ersetzte – welche Arbeit man sich machte. Denn „mal eben“ einen Kuchen machen, ganz selbstverständlich wie wir es heute tun – das war nicht drin. Planung, Organisation und Einfallsreichtum – und das ganze bei Zutaten, die wir heute einfach so nebenbei einkaufen…

Ich werde Euch nach und nach ein paar der Rezepte vorstellen – wenn ich ganz viel Lust habe mit Zutaten-Ersatz, wie im Vorwort genannt.

Meine Kriterien werden… Naja, eben ich sein 😉 Ich hab mir vorgenommen, dass ich min. 1 Rezept mit Eischnee machen werde – ich hoffe, dass es dabei nicht so ist, wie es jeder Silvester macht 😉

So, noch weiter zum Buch:

  • Rezepte S. 34 – 151 – zu jedem Rezept ein Bild – teilweise 1-2 Sätze zu seinem Ursprung oder seiner Verwendung und Schritt-für-Schritt-Erklärungen
  • Ratschläge S. 152 – 153
  • Glossar S. 154 – 159
  • Rezeptverzeichnis S. 160


Die Rezepte sind dann nochmal unterteilt:

  • Rührteig S. 34 – 51
  • Mürbeteig S. 52 – 73
  • Hefeteig S. 74 – 107
  • Brandteig S. 108 – 117
  • Biskuit S. 118 – 125
  • Blätterteig S. 126 – 137
  • Köstliche Klassiker S. 138 – 151

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Tina hatte nach Kauf des Buches auch direkt gemeint: Also wenn du da drin die Eierschecke Dresdner Art findest und die OHNE Obst gemacht wird aber mit Rosinen dann ist sie „echt“ 😉

Die Dresdner Eierschecke im Buch ist ihrer Aussage nach „perfekt“ – Ohne jedes Obst und auch nicht nach „Dresdner Art“, sondern direkt als „Dresdner Eierschecke“ betitelt 😉
Leider findet man ausgerechnet zu der keine weiteren Infos – weder am Rezept, noch im Glossar („Eierschecke – Dresdner Hefeteigkuchen.„) – Aber man kann ja nicht alles haben 😉

Insgesamt bin ich mit dem Buch aktuell zufrieden – bin mal gespannt wie ich mit den einzelnen Rezepten klar kommen werde 😉

Advertisements

2 Antworten to “Hommage an Tina B.”

  1. Tina Böttcher 31. Januar 2014 um 07:08 #

    OMG mir kommen gleich die Tränen, wäre ich nicht erkältet und es sowieso… ach lassen wir den Rest weg^^ Das ist toooooooooottttaaaaaaaaaallll süüüüß ❤
    Den kalten Hund musste auch mal machen, babbsüß aber so extrem schokoladig 😉
    Hier haste noch was zur Eierschecke 😉

    http://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke

    Ich hab dich soooo lieb ❤ *knuddel und ansteck* hrhrhrhrhr 😀

    Gefällt mir

    • Praliné Surprise 31. Januar 2014 um 07:24 #

      – schön, dass Du Dich freust 😀

      Hab grad nochmal ins Buch geschaut: Kalter Hund ist leider nicht drin… 😦

      Gefällt mir

Antworte mir :D

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s