5. Dezember

5 Dez

Hey zusammen,

ich freue mich sehr, dass wir heute eine kleine rote Versuchung begrüßen dürfen 🙂

Hallo,

ich bin Christine und ein Teil der Little Red Temptations. Auf unserem Blog poste ich zusammen mit meiner Freundin Steffi jedemenge süße Kleinigkeiten. Auch mich hat die liebe Tina zu ihrem schönen Adventskalender eingeladen. Und nachdem sie schon bei uns zu Gast war und uns leckere Gugl als Gastgeschenk mitgebracht hat, möchte ich ihr heute natürlich auch ein Geschenk mitbringen. Und was schenkt man einem Pralinchen wohl passender als ein paar Pralinen? Die habe ich jedenfalls in meiner Küche zubereitet.

Aber auch eine Geschichte habe ich für euch im Gepäck, denn am Nikolausabend passt eine Geschichte doch gut zur Stimmung. Ich weiß noch, dass wir immer ganz viel gesungen haben, als ich klein war. Mein Bruder und ich durften abwechselnd Weihnachtslieder aussuchen. Das Räuchermännchen anmachen und die Kerzen vom Adventskranz anzünden. Dann war alles dunkel bis auf die Kerzen. Eine wunderbare Stimmung war im Haus. Und der Nikolausabend war für uns Kinder etwas ganz Besonderes. Eine Vorfreude lag in der Luft. Wir waren gespannt und freuten uns ganz viel. Ich selbst war immer ein wenig mutiger (ich bin auch die Ältere) und habe dann den Stab des Nikolauses festgehalten und ein Gedicht gesagt.
Heute singen wir mit unserer Tochter (und wenn unser Sohn älter ist wird er sicherlich auch mitsingen) und lassen die Tradition so fortleben.

Die Geschichte die ich für euch habe, habe ich im letzten Jahr in der Vorweihnachtszeit geschrieben. Ich hoffe sie gefällt euch.

Eine Nikolausgeschichte

Das Jahr neigte sich bereits seinem Ende entgegen. Der Dezember hatte begonnen und von überall blinkte und blitze es in den Straßen der Stadt. Die Schaufenster überboten sich mit leuchtenden Sonderangeboten. Das Fest der Liebe war nicht mehr weit und wer wollte seinen Lieben seine Liebe nicht mit Geschenken zeigen? Die Menschen drängten und drängelten. Sie schoben sich weiter durch die Geschäfte und den Konsum.
Zwischen all dem Trubel stand, ein wenig verloren, ein kleines Kind. Jeden Tag stand es vor dem Schaufenster eines kleinen Spielzeuggeschäftes, in dessen Fenster es einen kleinen Stoffbären sah. Der Bär schien es anzulachen und ihm dabei zu versprechen, dass er nur ihm gehören würde, wenn er erst einmal seinen Platz in diesem Laden verlassen hätte. Und das Kind antwortete ihm still, dass seine Liebe auch nur diesem Bären gehören würde, wenn… ja, wenn es das Geld hätte, um ihn sich zu kaufen.
Der Bär war gar nicht einmal so teuer, aber das Kind und seine Familie hatten kein Geld und so stand es Tag für Tag vor dem Bären und schaute ihm traurig ins Bärengesicht.
Kinder strömten unterdessen mit ihren Eltern oder Großeltern in den Laden und wieder hinaus, bepackt mit Tüten und Paketen. Niemand nahm von dem Kind Notiz. Fast niemand. Dem Ladenbesitzer war das Kind nicht entgangen und er betrachtete nachdenklich den kleinen Bären. Mürrisch war er mit den Jahren geworden. Vor allem in der vorweihnachtlichen Zeit, wenn sein Geschäft am besten lief. Wenn seine Kunden die Regale plünderten, um immer mehr und mehr, teurer und ausgefallener zu schenken. Und wenn der Gedanke der Weihnacht dabei immer mehr in den Hintergrund trat.
Nikolausabend war heute und mit einem plötzlichen Bedürfnis auch etwas Gutes zu tun, nahm er den Bären aus dem Fenster und trat zu dem Kind in die Kälte hinaus. „Da… hier hast du den Bären. Behandle ihn gut.“ Er drückte dem verdutzten Kind den Teddy in die Hand.
Das Kind betrachtete ihn glücklich. „Ich wusste, dass es den Nikolaus wirklich gibt. Vielen Dank, lieber Nikolaus.“ Verdutzt schaute der Ladenbesitzer das Kind an. „Nikolaus? Ich bin doch nicht der Nikolaus. Schau mich doch an, habe ich einen weißen Bart? Eine Bischofsmütze oder einen Stab?“ Nun lachte das Kind. „Nein, aber du musst dich doch auch gar nicht verkleiden. Meine Mama hat mir doch erklärt, wer der Nikolaus ist. Ein guter Mann, der den Menschen still geholfen hat, wenn sie in Not waren und denen etwas gegeben hat,“ hier machte das Kind eine kleine Pause und fügte leise hinzu „die nichts hatten.“
Nachdenklich schaute der Ladenbesitzer das Kind an, das mit seiner Rede fortfuhr. „Siehst du Nikolaus. Und so habe ich dich unter all den verkleideten Nikoläusen als den Echten herausgefunden.“ Es umarmte ihn einmal ganz fest und lief dann, den kleinen Bären glücklich an sich gepresst, nach Hause um seinen Eltern von seiner Begegnung mit dem Nikolaus zu erzählen.

Der Ladenbesitzer aber sah an diesem Abend noch lange hinaus in die Nacht. Ja, Nikolausabend war heute. Und zum ersten Mal seit vielen Jahren begriff er dessen Sinn.

Pralinenrezepte:

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Kirschpralinen mit weißer Schokolade

200 g gute weiße Schokolade
1-3 EL Kirschpulver (z.B. beim pati-Versand)

Die Schokolade wird im Wasserbad geschmolzen. Dann rührt ihr das Kirschpulver unter und füllt die Masse in Pralinenformen.
Lasst die Pralinen auskühlen und drückt sie dann vorsichtig aus der Form.

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Oreo-Pralinen

200 g gute weiße Schokolade
2 Oreokekse

Auch hier schmelzt ihr die Schokolade wieder ein.
Aus den Keksen entfernt ihr die Füllung und zerbröselt die Kekse dann ganz fein.
Gebt sie in die Schokolade und diese dann wiederum in die Form. Lasst sie auskühlen und drückt sie dann aus der Form.

Die Oreo-Pralinen habe ich schon einige Male im Internet gesehen. Sie sind keine Erfindung von mir aber so lecker, dass ich mir wünsche ich wäre drauf gekommen.

Vielen lieben Dank liebe Christine für Deine Kindheitserinnerungen und diese wundervolle Geschichte! Ich wünschte jeder würde sich ab und an mal wie ein Nikolaus verhalten 😉


Hinweis zu den Grafiken / Fotos und Texten:
Die Grafiken des Kalenders (Türen + Animation) sind von mir erstellt! Die Grafiken in den Türen sind gezeichnet von Greif Cartoon! Die Fotos sind vom jeweiligen Gastblogger!
Die Bild- und Textrechte liegen allein beim jeweiligen Ersteller / Fotograf!

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